DJV BLICKPUNKT Ausgabe 1/2021

Das Medienmagazin des Deutschen Journalisten-Verbands Baden-Württemberg


EDITORIAL


Liebe Mitglieder unseres DJV Baden-Württemberg,

 

es sind seltsame Zeiten: Während manche von uns vor Arbeit oder Betreuung gar nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht, herrscht für andere Stillstand, vielleicht auch Einkommensverlust.

 

Endlich gibt es Hilfen, die sich auch für freie Journalist*innen eignen. Dazu gibt es wertvolle Hinweise von unserem Bundesverband, aber auch ausführlich von unserem Geschäftsführer Gregor Schwarz hier im Heft. Er wird sich auch in Zukunft die Zeit für eine Kolumne mit Rechtstipps nehmen, die zunächst auf unseren teils erneuerten Social-Media-Auftritten veröffentlicht wird. Hier darf ich Euch und Ihnen besonders unseren neuen Instagram-Kanal „Bock auf Journalismus“ ans Herz legen. Während dieses Angebot sich vor allem an jüngere und potenzielle Neumitglieder richtet, bekommen aber auch unsere anderen Kanäle neues Leben eingehaucht, teils mit frischem Design von Rudi Doster, der auch diesen Blickpunkt wieder grafisch veredelt hat. Auch Besuche auf unserer Homepage lohnen sich noch öfter als zuvor. Hier melden wir uns nicht nur mit Infos, sondern auch immer wieder öffentlich zu Wort, etwa wenn wir uns um die faktische Abschaffung des Archivs bei den Stuttgarter Zeitungen oder Übergriffe gegen Kolleg*innen bei Demonstrationen sorgen.

 

Um unseren Auftritt nach innen und außen kümmert sich vor allem unsere neue Referentin Kathrin Horster-Rapp, die wir ebenso freudig in unserem Team begrüßen wie unsere neue Juristin Astrid Maier.

 

Zur Erneuerung gehört auch die Würdigung des Erreichten. Wir gratulieren ganz herzlich unserem Ehrenvorsitzenden Karl Geibel zum Achtzigsten. Seine Nach-Nachfolgerin Dagmar Lange findet dafür stellvertretend für uns alle die richtigen Worte.

 

 

Sie werden in den kommenden Monaten auch hier im Blickpunkt weitere vorsichtige Veränderungen bemerken. Auf eine freue ich persönlich mich ganz besonders: Mit Andre Lux haben wir einen verrückten Zeichner engagiert, der uns mit seinem charakteristischen Strichmännchen-Stil und seiner Affinität für die Fallstricke des Lokaljournalismus den Spiegel vorhält.

 

Immer mehr Journalist*innen fällt es leichter, geschlechtergerechter zu schreiben und auch zu sprechen. Bei allem Verständnis für Kolleg*innen, denen das schwerfällt, oder auch für andere Ansichten zu diesem Thema: Das Maß der Aufregung verstehe ich persönlich nicht. Denn es sollte doch unser aller Anliegen und journalistische Grundfertigkeit sein, Personen und Gruppen korrekt zu bezeichnen. So erschweren zu starre Regeln uns und den Redaktionen oft genug, grundlegende Regeln journalistischen Handwerks einzuhalten. Deshalb freue ich mich besonders, dass unsere Titelgeschichte von Susann Mathis dieser Frage unaufgeregt nachgeht.

 

Außerdem beschäftigt sich DLF-Kollege Thomas Wagner mit der Medienkonzentration bei den Privatradios, und unser neuer Fachausschussvorsitzender Junge, Emanuel Hege, geht in einer weiteren starken Geschichte der Frage nach, wie der Nachwuchs arbeiten will.

 

Viel Spaß beim Lesen, Teilen und Kommentieren!

Euer/Ihr Markus Pfalzgraf

(1. Landesvorsitzender)

 

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